Wann lohnt sich der Abschluss?
Ich ein Pflegefall – nie im Leben. So denkt sicher ein großer Teil der heute jungen Generation. Ganz ähnliche Gedanken haben aber vor 60 oder 70 Jahren auch die heutigen Bewohner der meisten Alten- und Pflegeheime gehabt. Aber um die Oberflächlichkeit dieser Denkweise zu erkennen, muss man gar nicht soweit in die Geschichte zurückgehen. Oft reicht bereits ein Gang über die Flure der Kliniken in Deutschland. Woche für Woche werden hier Jugendliche und Erwachsene mittleren Alters nach Unfällen oder Erkrankungen versorgt und sind nach ihrer Entlassung für alle anderen ein Pflegefall.
Sich der Illusion hinzugeben, immer ohne Blessuren durchs Leben zu kommen, ist unverantwortlich und gefährlich für die eigene Zukunft. Denn je früher eine Pflegebedürftigkeit eintritt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Lauf der nächsten Jahre finanzielle Schwierigkeiten einstellen. Über den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung sollte man als Verbraucher deshalb so früh wie möglich nachdenken.
Ein weiterer Grund, warum die Entscheidung für einen zusätzlichen Pflegetarif nicht auf die lange Bank geschoben werden sollte, ist die Praxis der Versicherer, neue Mitglieder auf Herz und Niere zu prüfen. Und wer bereits Vorerkrankungen mit in einen entsprechenden Vertrag einbringt, muss mit Folgen rechnen, die von einer einfachen Beitragserhöhung über den Leistungsausschluss bis hin zur Ablehnung des Antrags durch die Versicherung reichen. Wer sich bereits in den ersten Jahren seines Erwerbslebens gegen die Gefahren des Alltags absichert, kann bis ins hohe Alter im Ernstfall einen optimalen Rund-um-Schutz genießen.
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